Zu Besuch bei der AWO KiTa in Rödgen – Finalistin als KiTa des Jahres

Pressemitteilung: Am vergangenen Donnerstag besuchten der heimische Bundestagsabgeordnete Felix Döring (SPD) und die Landtagsabgeordnete Nina Heidt-Sommer (SPD) die Kindertagesstätte der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Gießener Stadtteil Rödgen, um einen Einblick in die pädagogische Arbeit dort zu bekommen. Die KiTa in Rödgen ist einer der Finalisten beim deutschen KiTa-Preis, einer Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, für das jährlich ein Preisgeld zwischen 10.000 und 25.000 Euro an die besten Kindertageseinrichtungen Deutschlands vergeben wird. „Es freut mich sehr, dass eine KiTa meines Wahlkreises zu den besten Kindertageseinrichtungen Deutschlands zählt. Ich bin gespannt darauf, mehr über das Konzept der offenen Arbeit und der Naturpädagogik zu erfahren“, so Döring zu Beginn des Treffens.

Die Kinder können naturnah vieles lernen

Bei einer Führung durch die KiTa und über das Außengelände konnten die Abgeordneten in Begleitung der Einrichtungsleitung Beate Diehl, Fachbereichsleitung Sabine Achenbach und Geschäftsführer Jens Dapper einen beeindruckenden Einblick in den KiTa-Alltag erhalten. Die 1973 erbaute Kindertageseinrichtung befindet sich seit 2020 in der Trägerschaft der AWO Gießen. Durch die Kooperation mit einem lokalen Landwirt haben die Kinder Zugang zu einem großen Gelände mit Tieren, Streuobstwiesen und Feldern. Sie können dort zum Beispiel erleben, wie sich ein Gemüsebeet im Laufe des Jahres entwickelt, wie Schafe auf ihr Verhalten reagieren und sich an Reparaturen und der Gestaltung des Außenbereichs beteiligen.

Auch digitale Medien werden sinnvoll als Teil des Konzepts eingesetzt

Zusätzlich dazu lernen die Kinder mit Hilfe der KiTa-Tablets den sinnvollen Umgang mit Medien und können sich beispielsweise Informationen über die Tiere auf dem Gelände holen. Leider sei der Mobilfunk in Rödgen besonders schlecht, was die Nutzung der Tablets oft erschwere. Die Digitalisierung muss auch außerhalb der Städte schneller vorangetrieben werden, damit solche Projekte nicht länger durch schlechtes WLAN gestört werden. Es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche früh Medienkompetenz erlernen. Der Staat muss Erzieher*innen und Lehrer*innen die nötigen Mittel bereitstellen und Fortbildungen zum Thema Digitalisierung ermöglichen“, findet Döring.

Beim offenen Konzept steht das individuelle Kind im Mittelpunkt

Eine weitere Besonderheit der KiTa: Die rund 70 Kinder in der KiTa werden nach dem offenen Konzept betreut. Es gibt keine festen Gruppen und die Räume sind nach Funktionen unterteilt. Die Kinder sollen sich frei für eine Beschäftigung entscheiden können und möglichst selbstständig ihre Umgebung erkunden. „Die frühkindliche Bildung ist der Grundstein unseres Bildungssystems und setzt wichtige Voraussetzungen für den weiteren Bildungsweg. Das Konzept der AWO KiTa Rödgen zeigt, dass es wichtig ist, sich aus alten Strukturen zu lösen und Bildung individueller zu gestalten, um Kinder in ihrer Entwicklung zu fördern“, so Döring weiter.

Die Leiterin der Kindertagesstätte, Beate Diehl, würde sich wünschen, dass sich das Konzept der offenen Arbeit in KiTas weiter verbreitet, damit möglichst viele Kinder davon profitieren können. „Das Weiterbildungsangebot für Fachkräfte in Hessen muss fortlaufend ausgebaut werden, um die Umsetzung neuer Konzepte in Bildungsinstitutionen zu erleichtern“, so Heidt-Sommer zum Abschluss des Treffens.

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