KfW förderte 2025 mit über 120 Millionen Euro im Landkreis Gießen
Foto © Anna Voelske
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im Bundestag wurde in den letzten Wochen sehr kontrovers debattiert, verhandelt und abgestimmt. Angesichts der Sparvorgaben, die alle Ministerien einhalten sollen, müssen wir mit unserem Koalitionspartner hart um unsere sozialdemokratischen Anliegen ringen. Einige der beschlossenen Einschnitte sind für uns als Fraktion sehr schmerzhaft. Die Union wehrt sich weiterhin dagegen, die Einnahmensituation des Bundes durch eine Reform der Erbschaftssteuer oder eine Vermögenssteuer wesentlich zu verbessern, was uns mehr Spielraum im Haushalt verschaffen würde. Und es ist für uns als SPD-Fraktion eine große Herausforderung, glaubwürdig zu kommunizieren, dass es mit diesem Koalitionspartner funktionieren muss, da es in diesem Parlament keine andere demokratische Mehrheit gibt.

Ein positiver Höhepunkt der letzten Wochen war für mich meine Ausschussreise nach Laos und Kambodscha, wo ich mit Vertreterinnen und Vertretern der Regierungen, Abgeordneten und Akteurinnen und Akteuren aus der humanitären Hilfe und der entwicklungspolitischen Arbeit Gespräche geführt und Projekte besichtigt habe. Dabei wurde vor deutlich, dass Deutschland ein hohes Ansehen in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit genießt und auch als Vermittler in politischen Konflikten gefragt ist.

Nun hat die Sommerpause des Bundestags begonnen, was heißt, dass es bis zum September keine Sitzungen geben wird. In den nächsten Wochen werde ich viel mit der Vorbereitung der Haushaltsverhandlungen im September beschäftigt sein, Termine im Wahlkreis wahrnehmen und auch für eine kleine Auszeit mit dem Kanu davonpaddeln.

Nach den letzten Abstimmungen bin ich mit einigen Mitstreiterinnen nach Sachsen-Anhalt gefahren, um die Genossinnen und Genossen dort in ihrem Wahlkampf zu unterstützen. Die hohen Umfragewerte der AfD vor den Landtagswahlen sind ein absolutes Warnsignal, dass wir als Demokratinnen und Demokraten jetzt handeln müssen. In Bernburg und Könnern wurden wir positiv überrascht von der Gesprächsbereitschaft der Leute und ihrer Offenheit, sich mit unseren Positionen auseinanderzusetzen. Beim Putzeinsatz bei der Freiwilligen Feuerwehr konnten wir einige gegenseitige Vorurteile ausräumen und mehr über die Perspektive von jungen Menschen in einer sehr strukturschwachen Region erfahren.

In meinem Newsletter #13 erfahrt ihr in dieser Ausgabe außerdem, wie ich die neuen Förderrichtlinien für das Programm „Demokratie Leben!“ bewerte, welche Vorschläge es für das Elterngeld gibt und wie ich mich dazu positioniere und vieles mehr, was sonst noch so los war. Ich wünsche euch viel Freude beim Lesen und einen schönen Sommer!

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In dieser Ausgabe

Demokratie Leben!

Aus meinen früheren Newslettern kennt ihr die Debatte und meinen Einsatz für das Programm „Demokratie Leben!“ mit dem die Bundesregierung Projekte und Organisationen fördert, die sich für Demokratie einsetzen. Nach dem Wechsel an der Spitze des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, das das Programm verantwortet, hat das Ministerium die Förderrichtlinien wesentlich verändert und dabei deutlich gemacht, dass man sich nicht auf Verhandlungen mit der Fraktion einlässt. Das geschah vor dem Hintergrund, dass die Union eine Bevorzugung „linker“ Projekte sah und ohne belastbare Anhaltspunkte auch den Verdacht äußerte, dass linksextremistische Projekte gefördert wurden.

Mit der neuen Förderrichtlinie geht ein grundlegender Paradigmenwechsel einher: Statt eines Schwerpunktes auf der Stärkung der demokratischen Zivilgesellschaft rücken künftig die Regelstrukturen stärker in den Mittelpunkt. Diese Schwerpunktverschiebung betrachte ich mit großer Sorge. Zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure leisten einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Demokratie und dürfen nicht unter Generalverdacht gestellt werden.

Durch unsere – teils öffentliche – Kritik konnten wir jedoch erreichen, dass gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit weiterhin Teil der Förderrichtlinie bleibt und auch Queerfeindlichkeit ausdrücklich genannt wird. Die maximale Fördersumme für Projekte wurde auf 300.000 €, die für koordinierende Projekte auf 320.000 € erhöht. Es wird ermöglicht, dass Bundesländer Projekte umsetzen, die für das jeweilige Bundesland von besonderer Bedeutung sind und es wurden Selbstvertretungen in die Definition der Regelstrukturen aufgenommen. In begründeten Einzelfällen werden zudem Abweichungen von der Richtlinie möglich sein.

Während des gesamten Prozesses standen wir in engem Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der demokratischen Zivilgesellschaft. Diesen engen Dialog werden wir fortsetzen. Zugleich machen wir uns intensiv Gedanken darüber, wie wir diejenigen zivilgesellschaftlichen Organisationen unterstützen können, die künftig möglicherweise nicht mehr durch das Bundesprogramm gefördert werden. Und ich werde mich weiterhin für ein Demokratiefördergesetz stark machen.

Elterngeld

Ein großes Thema wird spätestens nach der Sommerpause das Elterngeld, für das ich der zuständige Berichterstatter in meiner Fraktion bin. Es kursiert derzeit ein Vorschlag, der erhebliche Änderungen vorsieht, nämlich die Kürzung der Bezugsdauer für ein Elternteil auf maximal neun Monate und der Option auf weitere drei Monate für das andere Elternteil (gegenwärtig sind es noch 12 + 2 Monate). Das Ganze findet vor dem Hintergrund von strengen Sparvorgaben statt, die auch das BMBFSFJ betreffen.

Was mich besonders stört, ist, dass hier faktische Kürzungen als gleichstellungspolitischer Fortschritt verkauft werden sollen. Denn wenn es künftig nur noch 12 Monate Elterngeld gibt, wenn beide Elternteile sich daran beteiligen, wird es viele Fälle geben, in denen sich ein Partner nicht beteiligen kann oder will und der andere Partner – in der Regel die Mutter – wird dann die verbleibenden drei Monate ohne Lohnersatz abdecken. Denn ein Rechtsanspruch auf Betreuung in einer Kita besteht erst ab dem 1. Lebensjahr und die Eingewöhnung dort nimmt auch noch einige Zeit in Anspruch. Der Staat spart dann zwar Geld, an der Gleichstellung hat sich aber nichts verbessert.

Mein Vorschlag ist, Mütter in den ersten vier Wochen nach der Geburt durch eine Familienstartzeit zu unterstützen: Das andere Elternteil sollte in dieser Zeit bei vollem Lohnausgleich freigestellt werden können, um im Wochenbett zu helfen, den Nachwuchs in Ruhe kennenlernen und eine Bindung aufbauen zu können. So erhöht sich dann auch die Wahrscheinlichkeit, dass Väter später im Leben ihrer Kinder mehr Verantwortung bei der Betreuung übernehmen. Ich habe mich in den Medien zu dieser Thematik geäußert;  im Presseüberblick findet ihr mehr dazu.

Was sonst noch Geschah

Terminrückblick

Freiwillige Feuerwehr scaled

Wahlkampf in Sachsen-Anhalt

Auf unserer Tour in Sachsen-Anhalt begleiteten meine Mitstreiterinnen Nele und Doro und ich unsere Genossin Caroline Müller, Kandidatin für den Wahlkreis Bernburg, bei ihren Wahlkampfterminen. Wir besuchten die Kinderstadt Bärenhausen in Bernburg an der Saale, eine Kita in Könnern und die Freiwillige Feuerwehr in Könnern-Belleben. Dort halfen wir beim Reinigen der Geräte und Fahrzeuge und ließen den Abend gemeinsam bei einem gemeinsamen Bier am Grill ausklingen. Sehr offene Gesprächspartnerinnen und -partner, das große Engagement unserer Genossin Caroline und der herzliche Empfang überall beeindruckten uns sehr.

Freundschafts und Demokratiefest Alsfeld 2 scaled

Internationales Freundschafts- und Demokratiefest in Alsfeld

Bei einem Fest der Begegnung am 20. Juni im Alsfelder Bürgergarten kamen Menschen unterschiedlicher Kulturen, Generationen und Hintergründe zusammen um gemeinsam Musik und Tanz zu genießen, zu spielen, internationale Köstlichkeiten zu probieren und miteinander ins Gespräch zu kommen. Vereine und Initiativen konnten ihre Demokratieprojekte und ihre Arbeit einer breiten Öffentlichkeit vorstellen. So haben sie ein Zeichen für ein friedliches und demokratisches Miteinander gesetzt. Das Fest wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“! gefördert und ich habe mich sehr gefreut, ein kurzes Grußwort ausrichten zu dürfen.

Gewinner scaled

FC Bundestag ist Europameister 2026!

Am Himmelfahrtswochenende maßen sich die fraktionsübergreifenden Parlamentarier-Mannschaften Deutschlands, Österreichs, der Schweiz und Finnlands in Lübeck bei den parlamentarischen Europameisterschaften. Ich war auch mit dabei und konnte dazu beitragen, dass sich der FC Bundestag seinen großen Traum vom Titel im eigenen Land erfüllen konnte – und das ohne ein einziges Gegentor. Der Jubel war groß! Beim FC Bundestag kicken Abgeordnete in Sitzungswochen gegen Freizeitteams, z.B. aus ihren Wahlkreisen. Der Club ist auch sozial aktiv: Benefizspiele unterstützen soziale Projekte und das Team gilt als „Botschafter des Parlaments“. Neben dem Wettbewerb stehen bei den parlamentarischen Europameisterschaften der persönliche Austausch und die freundschaftliche Verbundenheit zwischen den Ländern im Fokus – Werte, die in politisch herausfordernden Zeiten besonders wichtig sind und gepflegt werden sollten. Fotos ©: Nils Beckmann (Insta: @nils_c_beckmann)

Alles wichtige aus Berlin & der region

Neuigkeiten

Meine jüngsten Plenarreden

Bei einer Aktuellen Stunde, die die AfD nach einem unglücklich gelaufenen Schulworkshop angemeldet hatte, gehe ich hier auf die Fixierung der Partei auf die Gender-Thematik ein und halte ihr den Spiegel vor.

Hier findet ihr eine Rede zum Elterngeld, bei dem ich auf die Ungleichverteilung der Sorgearbeit zwischen Vätern und Müttern eingehe und meine Vorschläge zur Familienstartzeit vorstelle.

Als Reaktion auf einen Antrag der AfD halte ich hier eine Rede zur Lehramtsausbildung und betone darin die Wichtigkeit früher Praxiserfahrungen für Lehramtsstudierende.

Wie schon einige Male verteidige ich in dieser Rede die Angriffe der AfD auf das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und erinnere daran, dass die AfD selbst die meisten verurteilten Extremisten in Ihren Reihen hat.

So habe ich abgestimmt

Hier findest Du die letzten namentlichen Abstimmungen im Bundestag und wie ich abgestimmt habe. Wegen der großen Anzahl sind andere Abstimmungen (z.B. per Handzeichen) nicht aufgeführt.

Für mehr Infos gelangst du über den Klick auf die jeweilige Abstimmung direkt zur entsprechenden Abstimmung. Schreib mir gerne eine Mail, wenn Du Fragen zu meinem Abstimmungsverhalten haben solltest.

Meine Pressemitteilungen

Döring: „Die AfD ist menschenverachtend!“

Döring: „Die AfD ist menschenverachtend!“

Die Gesellschaft für Freiheitsrechte veröffentlichte jüngst ein Gutachten, das zu dem Ergebnis kommt, die AfD sei nach Art. 21 Abs. 2 Grundgesetz verfassungswidrig. Der Bundestagsabgeordnete Felix Döring hofft nun auf neue Dynamik hin zu einem AfD-Verbot. Funktionäre der AfD sind in den vergangenen Jahren regelmäßig mit Aussagen wie ,Wir sollten eine SA gründen und aufräumen!‘, ,Wer versucht, die AfD zu richten, den richtet die AfD!‘, ,Das Pack erschießen oder zurück nach Afrika prügeln.‘, ,Immerhin haben wir jetzt so viele Ausländer

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Döring zu GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz - Döring ruft zu Bürgerversicherung auf

Gespräche zur GKV-Reform: Döring fordert Bürgerversicherung

Fast überall wird dieser Tage über die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung diskutiert. Felix Döring führt in seinem Wahlkreis dazu viele Gespräche. Für ihn ist klar: „Die beste und solidarische Lösung wäre die Einführung einer Bürgerversicherung für alle ohne Beitragsbemessungsgrenze. In dieser Koalition ist das aktuell leider nicht umsetzbar.“ „Dass sich die gesetzliche Krankenversicherung in einer massiven Schieflage befindet, ist allen bewusst. Es müssen Maßnahmen ergriffen werden, um das drohende Finanzierungsloch von 40 Milliarden Euro im Jahr 2030 verhindern“, kommentiert Döring

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Amateurmusikfonds: Laubach und Schlitz profitieren von insgesamt 36.000 €

Amateurmusikfonds: Laubach und Schlitz profitieren von insgesamt 36.000 €

Harmonie-Münster und die Hessische Akademie für musisch-kulturelle Bildung hatten sich um Förderung aus Bundesmitteln (Amateurmusikfonds) beworben – und hat nun die gute Nachricht erhalten: Die Unterstützung steht! Insgesamt 8.000 € hat eine Fachjury bewilligt, um „Stimme und Klang“ und damit die Amateurmusik in Laubach zu fördern. Im Vogelsbergkreis erhält die Hessische Akademie für musisch-kulturelle Bildung gGmbH in Schlitz knapp 28.000 € Förderung für ihr Projekt „Zukunftsmusik – Impulse für lebendige Jugendarbeit“. „Ob auf Konzerten, beim gemeinsamen Singen am Lagerfeuer oder

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So steht's in der Presse und Online

In der Presse

Zu den Vorschlägen zum Elterngeld berichtet hier der MDR in einem Radiobeitrag, in dem auch ich befragt werde.

Die ZEIT berichtet hier über meinen Brief an die Fraktion, in dem ich die Kürzungen beim Elterngeld kritisiert habe.

In den Sozialen Medien

Bundeskanzler Merz und die gesetzliche Rentenversicherung

In diesem Post greife ich Merz‘ Behauptung auf, dass die gesetzliche Rente in Zukunft nicht mehr ausreichen werde, um die Alterssicherung zu gewährleisten. Ich erkläre, warum das so nicht stimmt und zeige auf, dass wir kein Produktivitätsproblem, sondern ein Umverteilungsproblem haben. 

Kein Bock auf Faschismus

In diesem Beitrag stelle ich euch Caroline Müller – genannt Caro – vor, unsere superengagierte Genossin aus Sachsen-Anhalt und Kandidatin für den Wahlkreis Bernburg.

Caro macht keine halben Sachen. Sie hat für den Wahlkampf extra Urlaub genommen und sogar ihre Stunden auf Arbeit reduziert. Und das, obwohl sie auf der Liste kaum eine Chance hat, in den Landtag einzuziehen. Warum macht sie das? Weil sie keinen Bock auf Faschismus hat. Weil sie an unsere Demokratie glaubt.

Was mich auf unserer Tour besonders inspiriert hat: Caro hat immer wieder betont, wie viel Kraft in ihrer Heimat steckt. Egal ob bei der Feuerwehr, in der KiTa oder bei der Kinderstadt „Bärenhausen“ – es ist unfassbar wie viele Menschen dort vor Ort aktiv sind und sich ehrenamtlich reinhängen. Genau für diesen Zusammenhalt kämpft Caro.
Sie guckt nicht zu, sie handelt. 

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