Mit dem in dieser Woche vom Bundeskabinett beschlossenen Entwurf des Steueränderungsgesetzes 2025 beginnt die Umsetzung der ersten Maßnahmen des im Koalitionsvertrag vereinbarten Zukunftspakts Ehrenamt. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement spürbar zu verbessern und bürokratische Hürden abzubauen.
„Das Ehrenamt verdient nicht nur Wertschätzung, sondern auch konkrete Unterstützung“, erklärt der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Felix Döring und ergänzt: „Mit dem Zukunftspakt Ehrenamt schaffen wir Verbesserungen, von denen auch die Engagierten und Vereine im Landkreis Gießen profitieren.“
Zu den im Steueränderungsgesetz 2025 beschlossenen Maßnahmen gehören die Erhöhung der Ehrenamtspauschale von 840 auf 960 Euro und die Erhöhung der Übungsleiterpauschale von 3.000 auf 3.300 Euro. Die Haftungsprivilegierung für ehrenamtlich Tätige wird vereinheitlicht und ebenfalls auf 3.300 Euro angehoben. Die Änderungen sollen jeweils zum 1. Januar 2026 in Kraft treten.
„Das kommt gerade den vielen Sportvereinen, Musikvereinen und kulturellen Initiativen in Stadt und Land zugute, die auf das Engagement von Trainerinnen und Trainern, Übungsleiterinnen und -leiter und Vorständen angewiesen sind. Auch die zahlreichen freiwilligen Feuerwehren in der Region profitieren von den verbesserten Rahmenbedingungen“, betont Döring.
Zusätzlich profitieren gemeinnützige Vereine von höheren steuerlichen Freigrenzen und vereinfachten Nachweispflichten, was ihre Arbeit deutlich erleichtert: Die Einnahmen-Grenze, ab der gemeinnützige Organisationen ihre Mittel zeitnah verwenden müssen, wird von derzeit 45.000 auf 100.000 Euro pro Jahr ausgeweitet. Die Freigrenze aus wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb für gemeinnützige Vereine soll von 45.000 auf 50.000 Euro pro Jahr steigen. Schließlich soll – damit zusammenhängend – die Einnahmen-Grenze, ab der Vereine und andere gemeinnützige Körperschaften eine Aufteilung ihrer Aktivitäten in verschiedene Sphären vornehmen müssen, eben-falls von aktuell 45.000 auf 50.000 Euro steigen.
„Gerade soziale Initiativen wie die Tafeln, die zahlreichen Nachbarschaftshilfen oder die Fördervereine an Schulen und Kitas im Landkreis Gießen werden durch die Vereinfachungen spürbar entlastet. So bleibt mehr Zeit für das eigentliche Engagement“, so Döring.
„Die Maßnahmen aus dem Steueränderungsgesetz sind aber nur der Anfang“, führt Döring aus. „Im Rahmen des Zukunftspakts Ehrenamt sind weitere Schritte zur Entlastung und Förderung des Engagements geplant.“ Dazu gehört insbesondere der gezielte Abbau bürokratischer Belastungen, u. a. durch Vereinfachungen des Vereins- und Datenschutzrechts, die viele Initiativen und Vereine im Alltag ausbremsen. Ein weiterer zentraler Baustein ist der Ausbau der wichtigen Arbeit der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt.
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